(aus der Sicht von jemandem, der selbst mittendrin steckt)
In Teil 5 ging es um die Rolle, die Mark Cuban den Technical Translator nennt – also die Person, die versteht, wie Arbeit wirklich läuft und wie man diese Abläufe mit den passenden Tools unterstützt.
In Teil 6 möchte ich es ganz praktisch machen.
— Keine großen Programme, keine „Transformation“.
— Sondern: Was kann man in einem KMU wirklich tun, wenn der Alltag ohnehin schon voll ist?
Hier ein Weg, der stark an das erinnert, was ich selbst gerne früher begonnen hätte:
1️⃣ Nicht alles auf einmal – nehmen Sie sich EINEN nervigen Prozess vor
-> Nicht „unsere komplette Digitalisierung“.
-> Sondern etwas ganz Konkretes: Projektanlage, Angebotserstellung, Monatsreporting.
Etwas, bei dem Leute offen zugeben: „Das nervt.“
2️⃣ in einem Satz aufschreiben, wie es idealerweise aussehen sollte
Kein Konzeptpapier. Ein Satz reicht.
Zum Beispiel:
👉 „Wir geben Projektdaten einmal ein – alle Systeme übernehmen sie automatisch.“
Wenn man es nicht klar sagen kann, kann kein Tool es für uns lösen.
3️⃣ Zeichnen Sie auf, was heute wirklich passiert
Zettel, Whiteboard, Serviette – völlig egal.
— Wer macht was? Wo wird kopiert? Wo wartet man?
Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Ehrlichkeit.
4️⃣ Markieren Sie die Stellen, an denen Menschen „Kleber“ spielen
Überall dort, wo jemand Daten neu tippt, Listen vergleicht oder Infos zusammensucht, steckt Potenzial – oder ein Risiko.
Sie müssen es noch nicht lösen. Nur sichtbar machen.
5️⃣ Erst DANN Tools anschauen
Wenn klar ist, wohin Sie wollen und wie der Ablauf aussehen soll, können Sie Tools prüfen.
Die Frage ist nicht mehr: „Welche Funktionen hat das?“
Sondern:
👉 „Hilft uns dieses Tool, das Ziel aus Schritt 2 zu erreichen?“
Das verändert jede Software‑Entscheidung.
6️⃣ Und ja: Jemand muss die Technical‑Translator‑Brille aufsetzen
Das braucht keinen neuen Jobtitel.
Aber irgendjemand muss den Überblick behalten:
Ablauf → Frustpunkte → Ziel → passende Tools.
Wenn Sie derjenige sind, der sich damit beschäftigt – dann sind Sie diese Person bereits.
Für all das braucht man kein Budget und keine Abteilung.
Nur ein paar ruhige Stunden, ein bisschen Neugier und den Mut zu sagen:
👉 „Es muss doch einfacher gehen. Lass es uns einmal aufmalen.“
Für mich ist das die wichtigste Erkenntnis dieser ganzen Serie:
💥 Man muss weder KI‑Experte noch Softwarearchitekt sein.
Man muss nur aufhören, stillschweigend die Tools über die eigene Arbeitsweise entscheiden zu lassen.
Content Creation 💡 Konzept und Regie von mir, 📝 In Zusammenarbeit mit KI
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